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Campus Aalto, Helsinki



Alvar Aalto gewinnt 1949 den Wettbewerb für den neuen Campus der Technischen Universität Helsinki. Das weiträumige Gelände liegt auf einer Halbinsel unweit der Hauptstadt. Die Aalto University will mit dem Bau eines neuen zentralen Gebäudes, in welchem verschiedene Fakultäten, u.a. diejenige der Architektur untergebracht sind, einen wichtigen, städtebaulichen Akzent setzen und gleichzeitig das Zusammenführen der bis nach Helsinki hinein verstreuten Räumlichkeiten forcieren.

OAP hat diesen Gedanken im Wettbewerb explizit aufgegriffen und einen klaren städtebaulich prägnanten Grossbaukörper, mit einem zentralen Platz davor, vorgeschlagen. Ihre Nutzungsmischung stellen eine Lern- und Studienlandschaft dar, welche durch ihre Vielfalt dem interdisziplinären Verständis in Akademia dienen soll.

Die Situierung des Gebäudes inmitten des freien Raums betont das für den Campus charakteristische Prinzip, der durch die verschiedenen Gruppierungen durchfliessenden Landschaftsräume. Der zentrale Platz bindet die neuen und alten Bauten zusammen und lässt dank seiner leicht abgesenkten Lage die Landschaft durch das neue Zentrum des Campus fliessen. Der Platz ist Schnittstelle zwischen Campus und Metrostation. Um ein Geschoss tiefer in die abfallende Topographie integriert, gelangt man direkt von der Metrostation ins Freie. Arkaden mit Cafés, Bars oder Geschäften säumen den Platz und machen ihn, geschützt vor Wind, zum Mittelpunkt des gesamten Campus. Im Winter dienen die Arkaden als wettergeschützte Wegverbindungen zwischen den verschiedenen Campusgebäuden. Der Platz selber kann als Eisbahn genutzt werden.

Der Aussenraum des Platzes wird als öffentlicher Innenraum in der zentralen Halle fortgeführt. Er ist Treffpunkt, Kommunikationsraum und erlaubt eine flexible Gestaltung von offenen Lernlandschaften für Gruppen und geschlossenen Räumen für intimes Lernen und Arbeiten. Herzstück des Baus ist die Co-Working Galerie mit der grosszügig dimensionierten Treppe, welche über sämtliche Geschosse reicht. Gesäumt von Galerien und Plattformen für offene Lern- und Begegnungsstätten wird die Halle zum Hotspot eines integralen Verständnisses von Bildung, das sich nicht mehr länger in der stillen Kammer des einzelnen Studierenden abspielt oder im engeren Kontext eines Fachbereichs. Die neue Co-Working Galerie ist somit Ort für transdisziplinärer und transsubjektiver Austausch von Wissen sowie konkrete Projektarbeit in sehr verschieden zusammengesetzten Gruppen und Netzwerken.

Die kompakte Grossform sowie aktive und passive Energiegewinnung sind zentrale und bereits selbstverständliche Faktoren für energieeffizientes Bauen. Darüber hinaus erlaubt die grosse Nutzungsflexibiliät Anpassungen an neue Bedürfnisse mit minimalem Verbrauch von grauer Energie.

Die Kompaktheit einer Grossform und das einfache Strukturprinzip erlauben eine sehr ökonomische Bauweise. Durch die hohe Flexibilität kann das Gebäude einfach und kostengünstig neuen Bedürfnissen angepasst werden. Kupfer, Backstein und Glas sind die identitätsstiftenden Materialen des Campus. Durch die Verwendung dieser Materialien soll diese Identität weitergeführt und gestärkt werden.




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