Sendungslager Fracht Ost, Flughafen Zürich





Bauherrschaft:
Flughafen Immobiliengesellschaft (FIG) ZH
Ausführungstermin
1995
Bauzeit: Herbst 1995 -1998 Bezug: 1999
Gesamtbausumme:
CHF 350 Mio. (inkl. Fördereinrichtungen)
Planer: Architektur:
Theo Hotz AG, Zürich
Statik:
Fietz Ingenieure, Zürich
HLKK, S,E:
Polke Ziege von Moos, Zürich
Referenzprojekt:
Erich Offermann in Firma Theo Hotz AG, Architekten + Planer, Zürich.

Leistungen Erich Offermann:
Verantwortlicher für Gebäudeform und gestalterische und technische Ausbildung der Fassade. Integration der Logistikeinrichtungen in Abgleich mit der Gebäudeform


Dass Industriegebäude eine ihnen eigene, durch ein zurückhaltende, oft an den Funktionen orientierte Gestaltung hervorgebrachte Ästhetik haben können, ist spätestens seit den bahnbrechenden Photographie Serien von Hilla und Bern Becher offensichtlich.
Das auf neu zu erstellende, vollautomatische Hochregallager für palettierte Luftfracht und Flugzeug-Frachtcontainer (Stacker) muss aufgrund des kontinuierlichen Flugbetriebs strenge Restriktionen einhalten und technische Anforderungen berücksichtigen.
Der Bau über der bestehenden Frachthalle erfolgt bei laufendem Betrieb und stellt hohe Anforderungen an die Logistik, Bauleitung und an die Ausführenden.

Während der Planung und dem ausführlichen Dialog mit den verschiedenen involvierten Organen des Flughafens tritt ein nicht unwesentliches Problem zutage. Durch die Stellung und Dimensionen des Gebäudes würde die fast 300m lange Metallfassade quasi als Spiegel für die Radarsignale des Überwachungsradars wirken.
So drohten ohne Gegenmassnahmen schwerwiegende falsche Radaranzeigen für die Flugsicherung. Ohne Gegenmassnahmen würde es zu ernsthaften Doppelerfassungen, das bedeutet Fehlanzeigen für die Flugüberwachung kommen.
Ebenso waren Störungen des Instrumenten-Lande-System-Signals (ILS) auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes, also pistenseitig zu vermeiden. Diese hätten den Leitstrahl des Landesenders von der Pistenmitte weg abgelenkt. Beiden Störungen konnten mit baulichen Massnahmen entgegnet werden. Voraussetzungen für die Eliminierung der Störungen durch die Fassaden wurden in intensiver Zusammenarbeit mit dem signaturtechnischen Labor der Airbus Group in Bremen erarbeitet. Die Dimensionen der wirksamen Fassadenelemente musste auf die Wellenlänge der eingesetzten Radarstrahlung abgestimmt werden.

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