James Turrell Floating windows, Kunsthalle Mannheim


Die H.W. & J. Hector-Stiftung ermöglicht der Kunsthalle Mannheim die Errichtung einer bedeutenden Werkgruppe von Installationen des international berühmten Lichtkünstlers James Turrell. Sie werden eigens vom Künstler für die Begebenheiten der Kunsthalle der Stadt Mannheim konzipiert und geplant und nehmen im Werk von James Turrell eine besondere Stellung ein. Verwirklicht wird von der Werkgruppe leider lediglich die Ausseninstallationen «Floating Windows». Nochmals wird OAP angefragt mit dem Künstler zusammenzuarbeiten und seine Ideen, wie schon am Skyspaze Piz Uter - zum Ausdruck und zur Ausführung zu bringen.


    Leistungen OAP
  • Weiterentwicklung der Grundidee des Künstlers in intensiven Gesprä chen und Sitzungen
  • Entwicklung von Umsetzungsvorschlägen verschiedener Varianten nach Ideen des Künstlers
  • Entwicklung von Konstruktionsdetails in Zusammenarbeit mit dem Bauingenieur
  • Ausführungsplanung und Ausschreibungen
  • Bauleitung
  • Kostenkontrolle und Abschlussarbeiten




Bauherrschaft:
H.W. Hector-Stiftung zu Weinheim,
Senator:
e.h.Dr.h.c. Hans-Werner Hector
Vertretung Bauherrschaft:
Kunsthalle Mannheim, Rolf Lauter / Stefanie Müller
Künstler:
James Turrell, Flagstaff
Architektur:
OAP Achitektur & Projekte, Zürich
Lichtplanung:
Die Lichtplaner, Limburg
Bauingenieur:
Ingenieurbüro Bräuer + Späh, Mannheim
Ausführungstermin:
Juni 2006
Gesamtbausumme Ausführung:
ca. 300'000 euros



Im Bereich der beiden seitlichen Fassadenfenster des Museums werden je eine Lichtskulptur erstellt, welche durch mehrschichtige ¨screens¨ und deren durch extremews Streiflicht bewirkte Aktivierung eine vielschichtige immaterielle Staffelungen des Lichtes bewirken.

Diese durchsehbaren Schirme belassen die dahinterliegende Architektur des Erweiterungsbaues in ihrer Integrität, ihre Geometrie der Fensteraufteilung wird beibehalten und in einer völlig neuen Art und Weise an die ursprünglichen Bezüge von Innen und Aussen - von schützender Hülle und transparenten Öffnungen - angeknüpft.

Gleichzeitig werden durch diese Installation die zwei Freiflächen an den Seiten der Kunsthalle aktiviert.


Je nach Lichteinfall wirken die Screens der Ausseninstallation tagsüber sehr unterschiedlich: Teils sind die zwei äusseren Schichten fast transparent und zeigen das bestehende Gebäude mit seinen Rohren, Fenstern und Fensterunterteilungen - die Gewebe bilden sich lediglich als durchsichtige ¨Schleier¨ vor der Fassade ab. Bei direkterem Sonneneinfall hingegen bilden sie eine mehr oder weniger opake Oberfläche, welche weich schimmernd die konkrete Gebäudestruktur verhüllt. Nachts hingegen verschwinden allmählich all die baulichen Gegebenheiten und die drei Schichten des Kunstwerkes werden zu Lichtschleiern, welche vor der Fassade schweben.
Die Kunst der gesamten Planung besteht darin die Applikation des vorgesehenen Drahtgewebes und des dahinterliegenden Maschengewebes so diskret wie möglich an den bestehenden Bau anzubringen, um den Betrachter ungestört die Lichtinstallation wahrnehmen zu lassen.

Denn: die Illusion ist nur dann perfekt, wenn auch die Präzision gegeben ist.